Modularer Wärmetauscher
Material- und Geometrieentwicklung für einen modular adaptierbaren Wärmetauscher
Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines modular adaptierbaren Wärmetauschers zur effizienten Nutzung industriell anfallender Abwärme. Im Gegensatz zu konventionellen Wärmetauscherkonzepten basiert die angestrebte Technologie auf einer variabel skalierbaren Modulgeometrie, welche eine universelle Integration in thermochemische Anlagenstrukturen ermöglicht und zugleich eine verlustarme Auskopplung signifikanter Wärmeströme mit hoher Effizienz gewährleistet.
Der im Projekt entwickelte Prototyp wird in einer Gliding-Arc-Plasmalyseanlage erprobt. Die im Plasmareaktor generierte Prozesswärme wird hierbei in einen thermischen Speicherkreislauf überführt, aus dem sie in Heizungs- und Warmwassersysteme oder in ein Fernwärmenetz eingespeist werden kann. Auf diese Weise wird nicht nur eine wirtschaftliche Nutzung bislang dissipativer Energieanteile realisiert, sondern gleichzeitig die thermische Stabilität des Reaktors verbessert, wodurch temperaturinduzierte Abschaltungen und damit verbundene Stillstandszeiten vermieden werden.
Das Projekt adressiert zentrale Defizite bisheriger Wärmemanagementlösungen im Hinblick auf Effizienz, Skalierbarkeit und ökonomische Tragfähigkeit. Durch die Erhöhung des Gesamtwirkungsgrades und die signifikante Reduktion von CO₂-Emissionen leistet das Vorhaben einen substantiellen Beitrag zur Weiterentwicklung nachhaltiger Energiewandlungstechnologien sowie zur industriellen Implementierung kreislaufwirtschaftlicher Nutzungskonzepte.
Vorhabenszeitraum: 01.08.2025 bis 31.07.2026
Fördersumme: 179.952,78 €
Projektpartner
HLS Metallbau GmbH Sonneberg
Das vom Freistaat Thüringen geförderte Vorhaben wurde durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.